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    Weinland Brandenburg

    Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und ­Landwirtschaft des Landes Brandenburg

    Die märkische Sonne lässt Trauben von sehr guter Qualität reifen. Denn immerhin bietet die kontinentale Lage im Sommer einige Sonnenstunden mehr als Rheinhessen oder Rheinland-Pfalz. Die hier gekelterten Weine überzeugen bei den Weinproben, erlangen Preise bei Weinprämierungen und haben ihre Stammkundschaft unter den Genießern gefunden. Und in jedem Jahr ist es mehr als erstaunlich, dass in einem Land mit einer so kleinen Erntemenge die jährliche Weinlese, das Keltern und schließlich die Verkostung des heimischen Weins ein so großes öffentliches Interesse auslöst. Weinfeste sind gut besucht. Regionale Weine sind ein begehrtes Souvenir und Geschenk für öffentliche und private Anlässe. So ist Brandenburg mit Blick auf die Rebfläche zwar kein großes Weinbau treibendes Land, aber eine Weinbauregion mit großer Außenwirkung.

    Gerade im Gartenbau setzte die Wende viel Initiative frei. Nun konnten sich Unternehmerpersönlichkeiten entfalten, die entweder die zu DDR-Zeiten in Staatsbesitz oder Genossenschaftseigentum umgewandelten Betriebe in die Familie zurückholten oder ein neues Unternehmen gründeten. 

    Zu den neuen Freiheiten dieser zumeist gut ausgebildeten Unternehmer gehörte auch, eigene Vorlieben und eine eigene Handschrift zu entwickeln, frei von staatlichen Planungs- und Zuteilungsvorgaben. So konnte der sich gerade wieder zaghaft entwickelnde Weinbau in Brandenburg über die Wirren der Wende bewahrt werden. Noch vor dem Ende der DDR, im Jahr 1985, hatten traditionsbewusste Werderaner auf fünf Hektar des alten Kulturstandorts Wachtelberg Reben gepflanzt – die Keimzelle des heute größten brandenburgischen Weinguts. Mit der Wiedervereinigung musste in Brandenburg das gesamte europäische und nationale Weinrecht eingeführt werden – und das setzt vor allem Grenzen beim Rebrecht. Weinflächen über 100 Quadratmeter müssen von den Agrarbehörden genehmigt werden. Ohne Rebrechte geht nichts, denn im europäischen Binnenmarkt sollen der Anbau und damit die Preise möglichst stabil gehalten werden.

    Inwieweit es zu einer Ausdehnung der Rebflächen im Land kommen wird, hängt also von der Ausgestaltung des Weinrechts auf dem europäischen Binnenmarkt ab. Aber Fachleute und Laien wissen inzwischen, dass auch auf der märkischen Streusandbüchse manch guter Tropfen gedeiht.

    Erstauslieferung zur Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin.

    Medium: 

    Broschüre, Format: 21,0 x 21,0 cm, Umfang: 64 + 4 Seiten; Auflagen in deutscher, englischer und in polnischer Sprache; Gesamtauflage: 12.000 St.

    Leistungen: 

    Bildredaktion, Bildbearbeitung, Gestaltung, Grafik, Prepress, Druckproduktion und Logistik

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